Dietenheimer Hundeschule

IRJGV Mittleres Illertal e.V.

 

Diese Information soll Ihnen vermitteln, was es mit der Sportart „Agility" auf sich hat. Vielleicht hilft es Ihnen auch, sich für diesen Hundesport zu begeistern.

Was ist Agility?

Der Begriff Agility kommt aus dem Englischen und beinhaltet das Wort „agil" = beweglich. Kurz gesagt ist es eine Sportart, bei der Hund auf Zeit einen Hindernisparcours bewältigt. Dabei wird er von seinem Hundeführer nur mittels Stimme und Körpersprache geleitet. Agility stärkt die Bindung zwischen Hund und Hundeführer - und vereinigt Spaß und Training für beide zugleich. 

Es gibt eine Menge Hindernisse, die Sie in einem Agility-Parcours sehen können:


Sprunghindernisse: Die meisten davon sind Hürden mit einer Stange, es gibt aber auch vollflächige Hürden, wie die Mauer, Viadukt oder die Besenhürde. Des weiteren gibt es einen Weitsprung, Reifen und Kavalettis. Die Höhe der Sprunghindernisse wird entsprechend der Größe des Hundes vorgegeben. Bei den Hürden darf weder eine Stange abgeworfen werden, noch darf der Hund unten durchlaufen.

Tunnel: Es gibt 2 Sorten von Tunneln: offene röhrenförmige, die gebogen werden können und Stofftunnel, bei denen sich der Hund durch die Stoffbahn schieben muss.

Kontaktzonengeräte: Die Kontaktzonengeräte werden so genannt, weil sie am unteren Ende einen andersfarbigen Bereich haben, die sogenannten „Kontaktzonen". Diese muss der Hund beim Auf- bzw. Abstieg mindestens mit einer Pfote berühren. Diese Regel dient zur Sicherheit der Hunde. Zu den Kontaktzonengeräten gehören die Steil- oder A-Wand, der Laufsteg und die Wippe.

Slalom: Der Hund muss den Slalom rechts von der ersten Stange beginnen und dann im Zick-Zack durch die Slalomstangen laufen. Keine Stange darf dabei ausgelassen werden. Dieses Gerät ist mitunter das Schwierigste auf dem Parcours.

Fehler: Fehler passieren, wenn der Hundeführer den Hund oder ein Hindernis berührt; wenn der Hund ein falsches Hindernis nimmt oder ein Hindernis in der verkehrten Richtung überwindet (beides führt zum Ausscheiden); wenn der Hund eine Kontaktzone nicht berührt; wenn er eine Slalomstange auslässt; wenn er eine Stange abwirft; oder wenn er mehr Zeit braucht, als vom Richter vorgegeben wurde.

Hinweis: Um Verletzungsfgefahren möglichst zu vermeiden, darf der Hund nur ohne Halsband die Agility-Läufe absolvieren.

Der Richter: Der Richter stellt den Parcours unter Beachtung bestimmter Regeln nach seiner Phantasie zusammen und achtet auf dessen ordnungsgemäßer Aufstellung. Außerdem überwacht er die Vorführungen der Mensch/Hund-Teams und zeigt Fehler, Verweigerungen oder das Ausscheiden des Teams durch bestimmte Hand- oder Hörzeichen an.

Größenklassen: Es wird zwischen 2 Größenklassen der Hunde unterschieden. Hunde unter 43 cm Schulterhöhe starten in der sogenannten Mini-Klasse, Hunde mit Schulterhöhe über 43 cm starten in der Maxi- oder Standard-Klasse. Die Klassen unterscheiden sich im wesentlichen in der Sprunghöhe (Mini 35 cm, Maxi 60 cm) der Hürden. Die Ergebnisse der Mini- und Maxi-Hunde werden jeweils separat ausgewertet.

Parcours-Typen
Gambler: sogenannter Punktesammler. Der Hundeführer hat 90 Sekunden Zeit, mit dem Hund Hindernisse in beliebiger Reihenfolge zu überwinden. Start und Ziel sind dabei jeweils der Tisch. Nach 80 Sekunden gibt der Zeitnehmer dem Hundeführer ein Zeichen (Pfiff), damit er rechtzeitig den Parcours beenden kann, da sonst seine gesammelten Punkte (die Hindernisse haben unterschiedliche Wertung) verfallen.

A-Lauf oder Standard-Parcours: Der Hund muss unter Leitung des Hundeführers alle Hindernisse des Parcours in der vorgegebenen Reihenfolge und in der vorgegebenen Zeit bewältigen.
Jumping: Der Parcours beinhaltet keine Kontaktzonenhindernisse und sollte in relativ kurzer Zeit bewältigt werden.

Prüfung A1: Den Hunden vorbehalten, die noch nicht das „Agility-Diplom" erworben haben. Der Parcours ist nicht zu schwierig, zumeist sind Anfänger hier zu sehen. Bei 2 bestandenen Prüfungen mit vorzüglichem oder sehr gutem Ergebnis kann das Agility-Diplom beantragt werden.

Prüfung A2: Den Hunden vorbehalten, die das „Agility-Diplom" haben. Der Parcours ist anspruchsvoller als bei der A1-Prüfung, und auch die vorgegebene Zeit ist kürzer.

Spiele: Manchmal werden zum Abschluss des Tages Spiel-Parcours angeboten. Dabei kann es sich z.B. um K.O.-Runden oder Paarläufe handeln.

Voraussetzungen zur Teilnahme am Agility:

Mindestalter des Hundes 15 Monate
Gesundheitscheck beim Tierarzt und Tollwutschutzimpfung
Haftpflichtversicherung für den Hund
Mitglied im IRJGV oder IDG

Weitere Informationen erhalten Sie:
auf unserem Hundeplatz von Reinhold Roesner Agility-Trainer